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Der Kniveselector - die Hilfe für die Wahl deines Outdoorbegleiters

  • chrisfuertinger
  • 10. Okt. 2023
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 30. März

Der Kniveselector. Einfach 1:1 ausdrucken und ausschneiden. Da bekommst du schon ein gutes Gefühl dafür welche Größe für dich am Besten passt.


Ich hab zum Bergsteigen zum Beispiel immer ein Hjälte 080 dabei. Das hat eine 80 mm lange Klinge und einen Griff welcher gut in der Hand liegt. Es ist klein genug, dass man nicht überlegen muss, ob man es in den Rucksack gibt, oder nicht. Die Klingenlänge ist auch ausreichend für die meisten Schneidarbeiten unterwegs.


Wenn man länger schnitzt ist ein etwas längerer Griff angenehmer und kraftsparender. Da macht dann das Vildmark 080 sinn. Es hat die gleiche Klingenlänge wie das Hjälte 080, der kleine Finger darf und kann dann am Griff aber auch noch mithelfen.


Du brauchst es noch größer und bist quasi mehr draußen als drinnen zu Hause, dann greifst du zum Beispiel zum Vildmark 090. Das ist etwas länger als das 080 und mit etwas dickerer Klinge für härtere Einsätze. Alternativ dazu gibt es das aktuell größte Messer vom Standardsortiment - das Vildmark 131 (früher als Scout bezeichnet) - noch dicker und noch länger und noch mehr Outdoor.


Für Puristen die ein Messer benötigen welches immer mitgenommen wird und nie stört ist das „kleine“ Hjälte 057 die richtige Wahl! Ein wahres Arbeitstier! Lies mehr über die Geschichte und den Einsatz vom Hjälte 057 im Blog.


Wer eine extra lange Klinge benötigt kann das Vildmark 102 wählen. Hier ist die Klinge 102 mm lang, ist aber immer noch schlank genug um zum Beispiel beim Camping in der Outdoorküche feine Schneidarbeiten erledigen zu können.


Meine Messer fertige ich derzeit in drei verschiedenen Stahlvarianten.

In O1 - das ist ein nicht rostfreier Stahl welcher ausgezeichnete Zähigkeit besitzt und sehr leicht nachzuschärfen ist. Den empfehle ich für Outdoor, Survival und Bushcraft Spezialisten, welchen die Funktion wichtiger ist als dass das Messer leichten Flugrost bekommt. Dieser Stahl kommt auch bei Küchenmessern zum Einsatz. Ähnlich ist auch der nicht rostfreie C100 mit ausgezeichneten Schneideeigenschaften.


In D2 - das ist ein rostträger Werkzeugstahl welcher ein ausgezeichneter Kompromiss der beiden Welten ist. Er besitzt sehr gute Zähigkeit und ist noch relativ leicht nachzuschärfen. Er kann beim Gebrauch leichte Verfärbungen bekomme. Vor Allem beim Schneiden von fruchtsäurehältigem Obst und ohne anschließender Reinigung. Dieser Stahl ist von mir selbst bereits seit über 10 Jahren in laufendem Einsatz und sehr gut bewährt. Ich hab echt keine Möglichkeit ausgelassen meine Klingen zu quälen und der D2 hat mich bisher noch nie enttäuscht…


In AEB-L - dies ist ein rostfreier Stahl, welcher unter den rostfreien Stählen eine gute Zähigkeit und leichte Nachschärfbarkeit besitzt. Er ist das Sorglospaket für den Outdoorgebrauch. Vergleichbare rostfreie Stähle welche ich im Einsatz habe sind Niolox Becut, N690, 14C28N Sandvik und ähnliches.


Die Griffhölzer können wir uns individuell ausmachen. Derzeit habe ich zum Beispiel sehr schönes Fliederholz aus dem eigenen Garten, Zwetschgenholz aus Tirol, stabilisiertes Kirschholz vom Nachbarn und deutsches Nussholz. Holzgriffe liegen angenehm in der Hand und bekommen mit der Zeit einen eigenen Charakter.

Micarta ist ein angenehmes und widerstandsfähiges Griffmaterial welches ich manchmal einsetze. Es besteht meist aus Leinenstoffen welche in Harz getränkt sind. Sie sind auch im nassen Zustand sehr griffig.

Stabilisierte Hölzer haben den Vorteil, dass sie auch über längere Lebensdauer formstabil bleiben und kaum schrumpfen. Die meisten von mir verwendeten stabilisierten Hölzer sind aus dem eigenen oder umliegenden Gärten und selbst vakuumstabilisiert. Durch die Stabilisierung kann man sogar eigentlich weiche oder morsche Hölzer für Messergriffe verwenden, welche sehr schöne Maserungen haben.














Vildmark 131
Vildmark 131

 
 
 

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